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die sich damals für das Deutschtum eingesetzt
haben, des Vorstands und der zahlreichen Mitglieder, von denen
die meisten nicht mehr unter den Lebenden weilen. Es ist keine
Kunst zu helfen, wenn man aus dem Vollen schöpfen kann. Wenn
aber die Mittel dazu durch den Einsatz und die Hilfsbereitschaft
ja durch die Opferbereitschaft der ganzen Gemeinschaft,
aufgebracht werden, so ist das eine große Sache.
Und wenn auch der
Schrecken des letzten Krieges alles hinweggefegt hat, was uns
lieb und teuer war, so vermochte er eins nicht: die Erinnerung
auszulöschen an alles, was den Begriff Heimat ausmacht, an
unsern Alltag und an die fröhlichen Feste, die wir zu feiern
verstanden.
Hans-Jürgen Bardt
Der deutsche Großgrundbesitz
im Kreise Birnbaum
Der deutsche Großgrundbesitz
im Kreise mit seinen 11 Familien und 16 Rittergütern stellte
eine geschlossene Einheit dar. So sehen wir es heute, wenn wir
auf das Jahr 1919 zurückschalten. Der erste Weltkrieg war
verloren. Unser Heimatkreis wurde in den neu errichteten
polnischen Staat eingegliedert. Aus den verschiedensten Gründen
kam es zu einer starken Abwanderung des deutschen Bevölkerungsteiles.
Der verbliebene Rest verlor alle wirtschaftlichen und
kulturellen Verbindungen und mußte sich in jeder Weise neu
orientieren. Das bedeutete für das deutsche Volkstum in Stadt
und Land ein ganz enges Zusammenrücken aller Bevölkerungsteile.
So hatte auch der Großgrundbesitz wie alle anderen Stände
Aufgaben im menschlichen, wirtschaftlichen und kulturellen
Bereich zu übernahmen, wie sie im allgemeinen in der preußischen
Zeit nicht notwendig waren, denn damals sorgte der Staat für
uns.
Im folgenden wird ein
Überblick über die Großgrundbesitzerfamilien mit ihren Gütern
in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen gegeben. Bei der
Ortsbezeichnung halten wir uns an die Schreibweise, wie wir sie
auf der Karte des Deutschen Reiches 1:100.000 und der
Topographischen Karte 1:25.000 üblich ist.
Wenn einige Familien
nur kurz behandelt sind, so liegt es daran, daß Angaben nur im
Telegrammstil greifbar waren. Zahlen und Besitzgrößen werden
nur dann genannt, wenn an der Richtigkeit nicht zu zweifeln war.
Bardt
Die Herrschaft Lubosch,
bestehend aus den Ritterütern Lubosch und Niemierzewo mit den
Vorwerken Augustowo, Karlshof und Josefowo, befand sich seit
1828 im Besitz der Familie Bardt. Nach dem frühen Tode ihres
Mannes (1902) mußte Johanna, geb. Freiin von Massenbach aus em
Hause Pinne als Wittwe über zwei Jahrzehnte den großen und
wertvollen Besitz für ihre minderjährigen Kinder
bewirtschaften. Sie führte die Teilung durch. Der ältere Sohn
Hans-Jürgen übernahm Luboschg, er wurde bekannt als
Kreisvereinvorsitzender der Welage bis 1939. Der jüngere Sohn
Richard übernahmt Niemierzewo, das leichteren Boden hatte,
welchen er durch intensivsten Kartoffelbau in hohe Kultur
brachte. Durch mancherlei Ämter in Birnbaum wird er auch heute
noch viele in Erinnerung sein.
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